11.07.2018      Kommentare: 0           

Gegenlicht

In einem anderen Artikel habe ich beschrieben wie man per POP3 abgerufene Mails durch die Sicherheitsmechanismen des MailPlus Servers laufen lassen kann.

Die Frage die sich stellt:
Warum dann nicht gleich alles über den Mailserver laufen lassen?

Damit würde ja das Editieren entsprechenden Datei entfallen.

Wenn ihr den MailPlus Server als echten Mailserver laufen lassen wollt, dann müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das NAS muss nonstop laufen, da ansonsten die an Euch geschickten Mails nicht zugestellt werden können.
  • Ihr braucht mindestens einen DDNS Account, besser eine feste IP
  • Nutzt Ihr den Mailserver mit einem DDNS Account, benötigt Ihr zusätzlich einen Mailanbieter der das Senden per SMTP Relay erlaubt. Mails die von einem DDNS Account verschickt werden
    landen fast immer auf einer Spam-Liste.
  • Euer Mailanbieter sollte das Editieren des MX Records erlauben - dieser muss auf die Adresse Eurer Synology zeigen. Im optimalen Fall ist das Anlegen von mehreren MX Records mit entsprechender Priorisierung möglich. Dann habt Ihr immer ein Backupsystem sollte Eure Synology einmal ausfallen.

 

Ob trotz der Sicherheitsmechanismen der Synology der Mailserver an einen professionellen Anbieter herankommt ist mindestens nicht ganz sichergestellt. In jedem Fall muss Euer Mailserver von aussen erreichbar sein. Ich habe bereits nach kürzester Zeit diverse Loginversuche über den Mailserver festgestellt.

Nutzt Ihr den MailPlus Server zum Einsammeln eines oder mehrer Mailkonten per POP3 entfallen einige der Punkte:

  • Die Synology muss nicht 24/7 laufen, da die Mails ja bis zur Abholung auf dem Server des Mailanbieters landen.
    So ist es dann z.B. problemlos möglich das NAS nachts herunterzufahren.
  • Das Editieren der MX Records entfällt, die Einstellungen beim Provider bleiben wie sie sind.
  • Es ist weder eine feste IP noch ein DDNS Account nötig
  • Das Senden per SMTP Relay ist nur nötig wenn auch die ausgehenden Mails über den MailPlus Server laufen sollen. Ansonsten können die Mails problemlos direkt über den Mailanbieter verschickt werden.
  • Vor allem muss die Synology nicht von aussen erreichbar sein. Portfreitschaltungen auf den Mailserver sind nicht nötig. Damit kann auch niemand versuchen sich von aussen auf dem Mailserver anzumelden.
  • Nach einem MailPlus Update muss die Datei (siehe Link oben) ggf. wieder neu editiert werden.

Ob als echter Mailserver oder als POP3 Sammelstelle, von einer Sache müsst Ihr Euch verabschieden:
Die Synology wird nicht mehr in den Ruhestand wechseln.

Welche der Varianten ist nun die bessere?
Hierauf gibt es schlicht keine allgemeingültige Antwort, da dies unter anderem abhängig davon ist wofür Ihr die Synology nutzt.
Ist das System ohnehin immer an und sowieso von aussen erreichbar (weil z.B. ein Webserver läuft), dann spielt das Kriterium "von aussen erreichbar" keine Rolle.

Ich persönlich nutze die Synology derzeit für den Abruf per POP3.
Wie gesagt derzeit, weil ich (noch) keine anderen Andwendungen laufen habe die von aussen erreichbar sein müssen.
Das System wird dabei zeitgesteuert Nachts heruntergefahren und am Abend wieder automatisch gestartet.

 

 

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